Runde 2 für Bürgerdialog Teltow-Fläming

Eine neue Runde der Gesprächsreihe „Miteinander leben – miteinander reden“ ist am 6. November mit dem Bürgerdialog im Luckenwalder Kreishaus eingeläutet worden. Landrätin Kornelia Wehlan unterstrich in ihrer Begrüßung Willen und Aufgabe der Verwaltung, möglichst Vereine, Verbände, Institutionen sowie ehrenamtlich Tätige im Landkreis in einen gemeinsamen Dialog einzubinden.

Der Abendveranstaltung war eine morgendliche Gesprächsrunde der kommunalen Spitzen des Sozialraums West vorausgegangen, der die Orte Luckenwalde, Nuthe-Urstromtal und Trebbin umfasst. Später folgte eine vierstündige Netzwerkkonferenz, die sich vor allem dem Kinder- und Jugendschutz im Landkreis, der Seniorenpolitik und sicherheitspolitischen Fragen widmete.

Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, die gemeinsam mit ihren Kollegen aus Trebbin und Nuthe-Urstromtal, Ronny Haase und Stefan Scheddin, am abendlichen Bürgerdialog teilnahm, empfand die Gespräche „in kleiner Runde“ auf Ebene eines Sozialraums statt kreisweit als hilfreich, da zuweilen gezielter Lösungen für gemeinsame Fragen gefunden werden können.

Zur Palette der angesprochenen Themen zählte neben Kürzungen beim Einsatz des Rufbusses auch der bedrückende Mangel an Fach-und Allgemeinärzten in der Region. Ronny Haase regte erneut an, interessierten Medizinern vergünstigt oder gar kostenfrei Behandlungsräume zur Verfügung zu stellen. Schließlich sei auch zu überlegen, ob Kommunen nicht ihrerseits eigene medizinische Versorgungszentren vorhalten sollten, wenn die Notlage anhalte.

Beim Thema Bauen lastete Bürgermeister Scheddin aus Nuthe-Urstromtal der Verwaltung an, zuweilen eigenmächtig zu handeln und Bürgerinteressen zu verletzen. So gebe es bei der Beschaffung von Bauland und der Bearbeitung von Bauanträgen immer wieder Hürden, die man doch mit der Selbstverpflichtung „Miteinander reden“ durchaus vermeiden könne. Und es gelte auch: „Miteinander reden reicht nicht. Wir müssen auch miteinander handeln und vorankommen.“

Nach Ansicht von Bürgermeisterin Herzog-von der Heide hat sich das Gesprächformat des Bürgerdialogs durchaus bewährt und lohne, fortgesetzt zu werden. Um dem Gespräch mehr Wirksamkeit zu verleihen, schlug sie gemeinsam mit Ronny Haase vor, künftig die Abendthemen stärker zu bündeln und so den Teilnehmern aus Politik und Verwaltung Gelegenheit zu geben, mit mehr Sachinformationen zum Gelingen des Austausches beitragen zu können. Stefan Scheddin pflichtete bei: „Es muss am Ende auch was dabei herauskommen.“