15. September: Tag der Demokratie

Journalistische Medien in Deutschland haben sich zur Initiative „Demokratie braucht viele Stimmen“ zusammengeschlossen, um zum ersten Mal gemeinsam ein Zeichen zu setzen „für Presse- und Rundfunkfreiheit, für Medienvielfalt und für eine informierte demokratische Öffentlichkeit“.

Zum Internationalen Tag der Demokratie am 15. September veröffentlichten über 150 Zeitungen, Zeitschriften, Wochenblätter, privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunk sowie Medienorganisationen ein Manifest, in dem die Vielfalt der Meinungen „als Voraussetzung einer lebendigen demokratischen Öffentlichkeit“ benannt wird.

Der alljährliche Internationale Tag der Demokratie war 2007 von den Vereinten Nationen ausgerufen worden. Der Aktionstag erinnert daran, dass die scheinbaren Selbstverständlichkeiten der Demokratie gefährdet und stets aufs Neue bewusst gemacht werden sollen.

Der Deutschlandfunk, der ebenfalls an der Medieninitiative beteiligt ist, hat anlässlich des Demokratietages eine Podcast-Staffel mit dem Titel „Wir lieben Demokratie“ zusammengestellt:

  • Wie mehr Bürgerbeteiligung die Demokratie stärken kann (Deutschlandfunk Kultur – Lesart)
    Der Soziologe Ortwin Renn plädiert für mehr Bürgerbeteiligung. Politik brauche nicht nur Expertengutachten, sondern auch Stimmen aus der Bevölkerung.
  • Krise der Demokratie – Warum unsere Gesellschaft Vertrauen braucht (Deutschlandfunk Nova – Hörsaal)
    Der Soziologe Aladin El-Mafaalani erklärt, warum Misstrauensgemeinschaften die Demokratie unter Druck setzen, wie sie entstehen und was dagegen helfen kann.
  • Wie wehrhaft ist die wehrhafte Demokratie? (Deutschlandfunk Nova -Hörsaal)
    Wie gut ist die Demokratie tatsächlich vor ihren Feinden geschützt? Ein Vortrag des Staatsrechtlers Horst Dreier.
  • Resilienz – Wie lässt sich das Kippen von Demokratien verhindern? (Deutschlandfunk Nova – Hörsaal)
    Was macht Demokratien widerstandsfähig? Der Politikwissenschaftler Aurel Croissant über die Resilienz demokratischer Systeme.
  • Marianne Birthler – „Demokratie musste etwas Wunderbares sein“ (Deutschlandfunk Kultur – Im Gespräch)
    Schon ihr ganzes Leben setzt sich Marianne Birthler für Demokratie, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung ein. Zuletzt war sie Vorsitzende des ersten Bürgerrats auf nationaler Ebene.