Die Broschüre „Was Ankunftsquartiere stark macht“ bündelt die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das zwischen 2023 und 2026 elf Kommunen bei der Gestaltung von Zuwanderung begleitet hat. Sie richtet sich an Verwaltungen, kommunale Politik, Wohlfahrtsverbände, Quartiersmanagement, Wohnungswirtschaft und zivilgesellschaftlich Aktive.
Zentrale Erkenntnis ist, dass Ankunftsquartiere eine unverzichtbare Funktion für die gesellschaftliche Teilhabe Neuzugewanderter und damit für die Entwicklung der gesamten Kommune übernehmen. Die Autoren empfehlen, Ankunftsorte weniger als Problemfelder zu betrachten, vielmehr ihre Integrationsleistung und ihre Bedeutung für sozialen Zusammenhalt stärker anzuerkennen.
Ankunftsquartiere sind Gebiete einer Stadt, die im innerstädtischen Vergleich
in besonderer Weise durch (temporäre) internationale Migration,
einem hohen Anteil ausländischer Bewohnerschaft
sowie einer hohen Bevölkerungsfluktuation geprägt sind. (mehr)
Teilhabe gelinge vor allem dort, wo erreichbarer Wohnraum, Beratungs- und Bildungsangebote sowie eine verlässliche soziale Infrastruktur bestehen. Ankommen gelinge dort, wo Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wohnungswirtschaft, Bildungseinrichtungen und Selbstorganisationen zugewanderter Menschen partnerschaftlich zusammenarbeiten.
An dem dreijährigem Projekt mehrerer Wissenschaftsinstitutionen war auch die Freie Universität Berlin beteiligt. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Mercator.
weitere Informationen
Katrina Schmidt, „Arrival Cities“ – Ankommen in Deutschland? (Bundeszentrale für politische Bildung)
